Mit einer Performance des steirischen Künstlers Hannes Priesch wird der Verbindung von Wunden und Wundern nachgegangen. Im Rahmen der Ausstellung „Zeig mir deine Wunde“ im Dom Museum Wien wird er sich in seiner Performance „Wund E rrr N“ mit dem pflegebedürftigen Körper auseinandersetzen.

Hannes Priesch, dessen künstlerische Anfänge auch in der Wiener Galerie nächst St. Stephan liegen, lebt bei Graz und in New York. Mithilfe von Malerei, Skulptur, Film und Performance legt er die politisch-religiösen Anklänge in manchen alltäglichen Handlungen frei und schafft so ein Bewusstsein für sie.

Priesch setzt sich unter anderem kritisch mit tradierten Heiligenbildern und -legenden auseinander und fragt auch bei „Wund E rrr N“ nach dem Paradiesgehalt einer Situation, die außerhalb unseres Einflusses liegt.

An die Performance schließt ein Gespräch mit dem Künstler, Johanna Schwanberg, Direktorin des Dom Museum Wien, und Gustav Schörghofer SJ über die Darstellung der Verwundbarkeit und die Bedeutung christlicher Bildtraditionen für die zeitgenössische Kunst an.